Competency Based IR

Bislang war die professionelle Instrumentenflugausbildung (IR), vor der Einführung der kompetenzbasierten Instrumentenflugausbildung (CBIR), gerade für Privatpiloten eine sehr aufwendige und kostenintensive Angelegenheit. Im Hinblick auf den Umfang der Theorie musste auch der Privatpilot manche Dinge lernen, die nur im Bereich größerer Flugzeuge notwendig sind. Sicherlich hat das auch seine Berechtigung, aber für den PPL-Piloten kann man schon einige Themenbereiche ausdünnen. Das kompetenzbasierte IR führt hier einige Neuerungen ein.

Sie lernen auf der Basis Ihrer bereits vorhandenen Lizenz und eingetragener Luftfahrzeugklasse nur noch das, was Sie wissen müssen, um sicher nach Instrumentenflugregeln fliegen zu können.

Das bedeutet nicht, dass Sie bei jedem Wetter fliegen können. Wenn Piloten, die auf der Flugstrecke bisher auf Sichtflugbedingungen angewiesen sind, am Boden bleiben müssen, steigen Sie in vielen Fällen in die Luft auf und erreichen legal Ihr Reiseziel. Erleben Sie ein ganzes Stück mehr an Freiheit und Flexibilität – gewinnen Sie völlig neue Eindrücke. Für Inhaber einer CPL ist die Instrumentenflugberechtigung die ideale, meist notwendige Ergänzung für den beruflichen Werdegang.

Voraussetzungen

  • PPL in der entsprechenden Luftfahrzeugkategorie und
  • der Nachtflugberechtigung gemäß FCL.810 Ziffer oder
  • CPL in der entsprechenden Luftfahrzeugkategorie
  • 50 Flugstunden Überlandflug als verantwortlicher Luftfahrzeugführer
  • Medizinisches Tauglichkeitszeugnis Klasse 2 mit Ergänzung IR

Die Ausbildung

  • 80 Unterrichtstunden Theorie als Fernlehrgang mit der eAcademy
  • 40 Flugstunden praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung kann in Abhängigkeit Ihrer bereits vorhandenen Klassenberechtigung sowohl auf einem einmotorigen Flugzeug als auch auf einem mehrmotorigen Flugzeug stattfinden.

Bei CB-IR für einmotorige Flugzeuge müssen 40 Flugstunden mit einem Fluglehrer absolviert werden.

Bei einem mehrmotorigen Flugzeug müssen hingegen 45 Flugstunden mit einem Fluglehrer geflogen werden, wobei nur 15 Flugstunden auf dem mehrmotorigen Flugzeug beinhaltet sein müssen. Die übrigen 30 Flugstunden können also auf einem einmotorigen Flugzeug geflogen werden.

Einen Teil der erforderlichen Flugstunden kann außerhalb der ATO bereits mit einem Fluglehrer, der für die Instrumentenflugausbildung entsprechend zertifiziert ist, geschult werden. Das Flugzeug muss in diesem Fall für den Instrumentenflugverkehr zugelassen sein. Für einmotorige Flugzeuge können 30 Flugstunden, für mehrmotorige Flugzeuge 35 Flugstunden angerechnet werden. Sie können selbstverständlich auch alle Flugstunden unter Aufsicht der Flugschule durchführen. Die ist auch sinnvoll da man dort die Erfordernisse für die Prüfung genau kennt.

Haben Sie die bereits 30, bzw. 35 Flugstunden mit einem Lehrer Ihrer Wahl absolviert, führen wir zunächst eine Aufnahmebeurteilung durch, um die Anrechenbarkeit und die Ausbildungserfordernisse festzustellen. Der Ausbildungsumfang beträgt dabei mindestens 10 Flugstunden.

Eine praktische Prüfung schließt diesen Teil der Ausbildung ab. Für eine CB-IR für mehrmotorige Flugzeuge muss die praktische Prüfung in einem mehrmotorigen Flugzeug abgelegt und eine CB-IR für einmotorige Flugzeuge muss die praktische Prüfung in einem einmotorigen Flugzeug abgelegt werden.

Anrechenbarkeit vorhandener Kenntnisse

Sollten Sie bereits eine theoretische Prüfung für eine IR-Berechtigung oder En-Route IR- Berechtigung abgelegt haben, wird dies im vollen Umfang angerechnet. Sie benötigen in diesem Fall nur noch die praktische Ausbildung.

Die ATO Flightteam hat einen CBIR Fernlehrgang.

Bei uns findet die theoretische Ausbildung generell über einen Fernlehrgang statt. Das bedeutet, es ist nicht erforderlich, während der Lernphase in der Flugschule anwesend zu sein. Sie entscheiden ganz allein, wo, wie und zu welcher Zeit, Sie lernen wollen. Unsere Fernkurse sind optimal auf die neuen Anforderungen des modernen Lernens zugeschnitten.