Ausbildung zum Privatpilot LAPL(A) EU-FCL

(Light Aircraft Pilots Licence, nicht ICAO konform und nur in EU-Staaten gültig)

Die Lizenz:

Mit dieser Privatpilotenlizenz für Leichtflugzeuge nach EASA-FCL, erlangen Sie die Erlaubnis zur Durchführung von Flügen, als Pilot, nach Sichtflugbedingungen mit einmotorigen Landflugzeugen und Kolbentriebwerk oder Motorsegler mit einer höchstzulässigen Startmasse von 2000 kg in den Ländern der EASA (Europäische Luftfahrtbehörde).

Das sind z.B. Flugzeuge der Typen: Katana DA20, DA40, C152, C172, C182, Piper PA28 usw. Also die meisten kleinen einmotorigen Flugzeuge.

Als Inhaber dieser Lizenz ist keine weiterführenden Ausbildungen wie z.B. Instrumentenflug, Fluglehrer, Berufspilot möglich, außer Sie erwerben mit einer Zusatzausbildung, die vollwertige europäische Privatpiloten Lizenz PPL-A.

Mit der Privatpiloten Lizenz LAPL (A) dürfen Sie bis zu 3 Personen befördern, d. h. es dürfen sich zu keinem Zeitpunkt mehr als 4 Personen (mit Ihnen als Pilot) an Bord des Flugzeugs befinden. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie nach Lizenzerhalt mindestens 10 Stunden Flugzeit, als Verantwortlicher Pilot auf Flugzeugen oder TMG absolviert haben.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Der Bewerber für eine LAPL(A) muss:

  1. mindestens 16 Jahre alt sein, erhalt der Lizenz ab 17 Jahre;
  2. im Besitz eines gültigen Tauglichkeitszeugnisses für LAPL sein;
  3. spätestens während der Ausbildung ein Sprechfunkzeugnis (mindestens BZF II, deutsch) erworben haben;
  4. eine Erklärung über schwebende Strafverfahren einreichen;
  5. eine Auskunft aus dem Verkehrszentralregister beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg vorlegen;
  6. eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Lehrgang oder Sofortmaßnahmen am Unfallort. Eine Kopie des Führerscheins ist ausreichend!

Theoretische Ausbildung

Die Theorie können Sie per Vollzeitkurs oder auch mit einem Fernlehrgang im Selbststudium und ergänzendem Nahunterricht erlernen.

Die Themengebiete für die LAPL (A) Ausbildung beinhalten folgende Sachgebiete:

Technik (Aerodynamik, Flugzeugkunde)
Navigation
Meteorologie
Luftrecht
Menschliches Leistungsvermögen
Verhalten in besonderen Fällen (Notfälle)
Kommunikation

Praktische Ausbildung

Für die praktischen Ausbildung sind 30 Blockstunden (Blockzeit: von der ersten Bewegung des LFZ bis zum Stillstand) vorgeschrieben.

Davon müssen

  • mindestens 15 Stunden mit Fluglehrer geflogen und
  • mindestens  6  Stunden Alleinflug, davon 3 Stunden Allein-Überlandflug mit
  • mindestens 150 km (80 NM) Länge, wobei eine vollständig abgeschlossene Landung auf einem anderen Flugplatz als dem Startflugplatz durchgeführt werden muss.

Prüfungen

Die Ausbildung wird mit einer theoretischen und praktischen Prüfung  abgeschlossen.
Geprüft werden alle theoretischen Fächer im „Multiple Choice Verfahren“.
Die praktische Prüfung findet am Ende der Ausbildung statt. gemeinsam mit einem Prüfer wird eine Flugstrecke von ca. 90 Minuten und einer  Zwischenlandung absolviert.

Erweiterung

Die LAPL (A) kann mit einer Zusatzausbildung auf die PPL (A) EU-FCL erweitert werden und ist dann eine vollwertige europäische Lizenz mit weltweiter Gültigkeit.
Darauf aufbauend, können dann weitere Lizenzen und Berechtigungen erlangt werden.
(Instrumentenflugberechtigung, Lehrberechtigung, Berufspiloten Lizenz, Linienpiloten Lizenz usw.)

Voraussetzungen für die Ausübung der Rechte einer LAPL(A)

Der Inhaber einer LAPL(A) muss:

  1. im Besitz eines gültigen Tauglichkeitszeugnisses von einem Fliegerarzt sein.
  2. Inhaber einer LAPL(A) dürfen die mit ihrer Lizenz verbundenen Rechte nur ausüben, wenn sie in den letzten 24 Monaten als Flugzeug- oder TMG-Piloten mindestens Folgendes absolviert haben:
  • zwölf  Flugstunden als verantwortlicher Pilot (PIC) nachweisen, einschließlich:
  • zwölf Starts und zwölf Landungen
  • sowie einen Übungsflug von mindestens einer Stunde Dauer mit einem FI(A) oder CRI(A).