Übungsflug-UL

Eine SPL (Sport Pilot Lizenz) wird unbefristet erteilt. Jedoch dürfen die Rechte aus einem Luftfahrerschein mit der eingetragenen Luftsportgeräteart nur ausgeübt werden, wenn der Inhaber eines Luftfahrerscheins für aerodynamisch gesteuerte Ultraleichtflugzeuge mindestens 12 Flugstunden auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen, Reisemotorseglern oder einmotorigen Landflugzeugen mit Kolbentriebwerk innerhalb der letzten 24 Monate durchgeführt hat. In den 12 Stunden müssen mindestens sechs Stunden als verantwortlicher Luftfahrzeugführer und 12 Starts und 12 Landungen sowie ein Übungsflug von mindestens einer Stunde Flugzeit in Begleitung eines Fluglehrers auf aerodynamisch gesteuerten Ultraleichtflugzeugen enthalten sein.

Gerne können Sie Ihren Übungsflug mit einem Fluglehrer aus unserem Team  durchführen.

Dieser alle zwei Jahre verpflichtende Flug versteht sich nicht als „Prüfung“  Ihrer Fähigkeiten – Sie können dabei also auch nicht „durchfallen“!  – sondern als Angebot, einmal wieder in professioneller Begleitung Situationen und Verfahren zu trainieren, die über den normalen fliegerischen Alltag hinausgehen aber  in außergewöhnlichen Situationen eine – vielleicht entscheidende – Sicherheitsreserve bieten.

Ihr individuelles Übungs-Programm können Sie mit Ihrem Fluglehrer vor dem Flug absprechen und anschließend auch nachbesprechen.

Geübt werden können zum Beispiel

  • Langsamflug mit Erkennen und Verhindern des Überziehens („Stall“) in allen Konfigurationen
  • Steilkurven in allen Konfigurationen
  • Notverfahren bei Triebwerksausfall: Startabbruch, Notlandungen, Ziellandungen
  • Kurzstart- und Kurzlandetechniken  –   auch auf Graspisten
  • Starts und Landungen bei Seitenwind (bei entsprechenden Windverhältnissen)
  • Landungen ohne Klappen
  • Seitengleitflug (Slip; Kurvenslip   …  die Lieblingsübung unseres Ausbildungsleiters ;-))
  • Notabstiegsverfahren; Umkehrkurven im Gebirge
  • Einflug in Kontrollzonen
  • Professionelle Funksprechverfahren

Der Fluglehrer bestätigt den Übungsflug in Ihrem Flugbuch und Sie sind selbst dafür verantwortlich, dass er in spätestens zwei Jahren wiederholt wird.

Und wenn die Frist einmal abgelaufen ist … ?

Sollte es einmal dazu gekommen sein, dass Sie über einen Zeitraum von zwei Jahren  andere Prioritäten,  z.B. beruflicher oder familiärer Art, setzen mussten und die erforderliche Mindeststundenzahl in den letzten 24 Monaten NICHT erfliegen konnten, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Wahl, bei denen wir Sie unterstützen können:

 

Entweder

  • fliegen Sie die fehlenden Stunden einfach in Begleitung eines Fluglehrers (oder nach vorangegangener Übung auch solo unter dessen Verantwortung mit Flugauftrag) so lange bis Sie wieder fit sind und mindestens die nötigen „12 Stunden in den zurückliegenden 24 Monaten“ voll sind – dann fliegen Sie ohne weiteren (Prüfungs-)Aufwand wieder eigenverantwortlich weiter

oder

  • Sie machen eine einmalige Befähigungsüberprüfung bei einem anerkannten Prüfungsrat eines UL-Dachverbandes. Wir können Ihnen einen solchen Prüfer vermitteln UND Sie durch unsere Fluglehrer auf diese Prüfung vorbereiten. Dazu werden aber auch einige Flugstunden anfallen, dazu Gebühren und Auslagen für den Prüfer.

 

Solche Übungsflüge führen wir auf unseren Flugzeugen oder nach Absprache eventuell auch  in Ihrem Flugzeug durch, sofern wir mit dem  Flugzeugmuster vertraut sind und weitere Voraussetzungen wie zB ausreichende Kaskoversicherung gegeben sind.

Natürlich können Sie auch andere Fortbildungsangebote wie zB Typeneinweisung auf eines unserer ULs oder eine Alpeneinweisung als „Übungsflug“ anrechnen lassen! Eine sinnvolle Möglichkeit , das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Wir wollen, dass Sie gut, gerne und sicher fliegen!